Kunststoff: Formbarer Baustoff - Heimwerken & DIY | Kabel Eins

2023-03-15 16:58:26 By : Ms. Claire Cheng

Das sind die wichtigsten Kunststoffe im Überblick

Eigenschaften von Kunststoff als Baumaterial

Wie lässt sich Kunststoff richtig bearbeiten?

Die Bezeichnung Kunststoff ist ein Oberbegriff für ein synthetisch hergestelltes Material, das mittlerweile in nahezu allen Bereichen des Lebens Einzug gehalten hat. Nicht nur Lebensmittel werden in Kunststoff verpackt, sondern es wurden sogar schon erste Häuser vollständig aus dem formbaren und preisgünstigen Material gebaut. Was Kunststoff genau ist, wie er sich verarbeiten lässt und welche Werkzeuge dafür nötig sind, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Wie sich bereits aus dem Namen ableiten lässt, ist Kunststoff ein künstlich hergestelltes Material, das so in der Natur nicht vorkommt. Chemisch gesehen, setzen sich einfache Kunststoffe lediglich aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff zusammen. Sie sind hochgradig wandlungsfähig und vielseitig einsetzbar. In vielen Bereichen des Lebens – wie etwa in der Medizin – haben Kunststoffe sogar eine lebenswichtige Aufgabe. Umgangssprachlich wird Kunststoff als "Plastik" bezeichnet. Die Herstellung kann auf zwei Wegen erfolgen:

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Der mit Abstand größte Kunststoffproduzent der Welt ist China. Direkt danach kommen Europa sowie die USA, Kanada und Mexiko.

Für die Herstellung von Kunststoffen gibt es verschiedene Synthese-Verfahren. Die Art des Verfahrens entscheidet darüber, welche Eigenschaften die Kunststoffe erhalten. Werte wie die Zugfestigkeit, der Härtegrad und die Dichte können auf diese Weise bestimmt werden.

Kunststoffe lassen sich in ihre technischen Eigenschaften wie ihre Formbarkeit und ihre Härte unterteilen. Je nachdem, wie sie hergestellt werden und welche Additive im Herstellungsprozess dazukommen, lassen sich Kunststoffe in drei Gruppen unterteilen.

Diese Kunststoffe können in einem bestimmten Temperaturbereich sehr gut geformt werden. Das macht sie perfekt für die industrielle Verarbeitung. Der Vorgang der Erhitzung und Abkühlung kann beliebig oft wiederholt werden. Ab einem gewissen Temperaturpunkt beginnt aber eine chemische Zersetzung des Materials. Ein besonderes Merkmal dieses Kunststoffes: Er lässt sich schweißen.

Dabei handelt es sich um Kunststoffe, die sich – einmal ausgehärtet – nicht mehr verformen lassen. Übrigens wurden in die DDR-Kultfahrzeuge der Marke Trabant, aus Duroplast hergestellt, was ein Zeichen für die Langlebigkeit des Materials ist.

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Diese Kunststoffe sind sehr formfest, dafür aber auch elastisch und gut verformbar. Bei einer Zug- oder einer Druckbelastung kann das Material seine Form ändern, kommt im Anschluss aber wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Aus Elastomeren werden Reifen, Gummibänder oder Dichtungen hergestellt.

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In der Baubranche wird viel mit Baustoffen und Materialien experimentiert. Schon seit vielen Jahren werden Kunststoffe hier beispielsweise für Dachrinnen oder Rohrleitungen eingesetzt. Ganze Entwässerungssysteme sind schon aus Kunststoffen angelegt worden. Die meisten Kunststoffe haben eine sehr geringe Dichte, was sie besonders leicht macht.

Darüber hinaus haben Kunststoffe allgemein eine sehr geringe thermische und elektrische Leitfähigkeit. Besonders vorteilhaft für Bau- und DIY-Projekte ist die Beständigkeit des Materials. Kunststoffe sind langlebig, witterungsbeständig und fest gegenüber Säuren. Daher bestehen auch viele Spielzeuge und Haushaltsgeräte aus Kunststoff. Durch die leichte Formbarkeit vieler Kunststoffe ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

Kunststoffe standen viele Jahre in der Kritik, weil sie von der Umwelt kaum abgebaut werden können. Mittlerweile hat die Industrie aber einen Weg gefunden, Kunststoffe zu recyclen und sie dadurch als Material wiederzuverwenden. Kunststoffe werden heute nicht als Müll, sondern als wertvoller Sekundärrohstoff angesehen. Sie werden sowohl chemisch als auch rohstofflich und auch energetisch verwertet. Sie werden in Produkte wie Öl oder Flüssiggas verwandelt. Außerdem können Kunststoffe in Verbrennungsanlagen gegeben werden, um dort Energie zu gewinnen. Viele Kunststoffe bestehen heute schon aus Recyclingmaterial.

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Auch wenn viele Heimwerker Berührungsängste im Umgang mit Kunststoffen haben: Mit der richtigen Technik und einem geeigneten Werkzeug können Sie Kunststoff ebenso einfach bearbeiten wie Holz. In der Regel werden im Heimwerker-Bereich Kunststoffplatten bearbeitet. Das gelingt schon mit den handelsüblichen Werkzeugen, die fast jeder Heimwerker besitzt.

Kleinere Sägearbeiten lassen sich ganz einfach mit einer Handsäge wie einem Fuchsschwanz oder einer Japansäge erledigen. Bei spezielleren Aufgaben ist die Nutzung einer Kapp- und einer Gehrungssäge sinnvoll. Sehr dünne Kunststoffplatten bis 5mm können sogar mit einem Cutter bearbeitet werden. Dabei reicht es aus, die Platten anzuschneiden und sie dann einfach auseinanderzubrechen.

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Bei sehr dicken und festen Kunststoffplatten können Sie eine Stichsäge verwenden. Allerdings ist bei dieser Bearbeitung das Risiko des Ausfransens sehr hoch. Diese Art der Kunststoffbearbeitung ist daher nur sehr bedingt empfehlenswert. Eine bessere Lösung ist die Bearbeitung von Kunststoffen mit einer Kreissäge. Diese sollte auf die höchste Stufe gestellt werden – so gelingen saubere und glatte Schnittkanten. Auf diese Weise können in kurzer Zeit auch sehr große Mengen an Kunststoffplatten geschnitten werden.

Um Kunststoff zu bearbeiten, sollten Sie generell eine feinere Zahnung wählen. Dadurch wird ein Ausreißen des Kunststoffes verhindert und es entsteht eine saubere Schnittkante.

Bei Kunststoffen hängt es von der jeweiligen Art des Kunststoffes ab, welche Technik hier zum Einsatz kommt. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Bohrer eine hohe Schneidleistung hat. Einfache HSS-Bohrer sind schon für die meisten Kunststoffe geeignet.

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Wenn Sie ein Loch in sehr weiche und biegsame Kunststoffe bohren wollen, sollten Sie sehr langsam vorgehen. Es besteht die Gefahr, dass das Material überhitzt oder reißt. Während des Bohrens sollten Sie den Bohrer immer wieder herausziehen und die Späne sorgfältig entfernen. Das regelmäßige Absetzen des Bohrers ist auch deshalb wichtig, damit das Material abkühlen kann und sich keine Kunststoffschmelze um den Bohrer legt.

Beim Bohren entstehen schnell sehr hohe Temperaturen, die das Reißen des Materials begünstigen. Wenn Sie mehrere Werkstücke bearbeiten wollen, sollten Sie den Bohrer zwischendurch immer wieder abkühlen lassen.

Für das Bohren in harte Kunststoffe gibt es einen kleinen Trick. Sie stellen dazu den Bohrer auf Linksdrehung und lassen den Bohrkopf ohne großen Druck durch das Material schmelzen.

Diese DIY-Hacks funktionieren nicht immer. Je spröder das Material ist, desto höher ist die Reißgefahr.